Vor fast 2000 Jahren haben die Römer auch Rebstöcke aus ihrer Heimat nach Germanien mitgebracht.
Den Wein dort herzustellen, wo man ihn in großen Mengen genießen wollte, war einfacher, als ihn mühselig in Amphoren über die Alpen zu schaffen. Allerdings durften die Römer über das Ergebnis ziemlich überrascht gewesen sein: Die “nordischen” Weine waren leichter als die südlichen, und sie waren damals schon vielfältiger im Geschmack.
Später, im Mittelalter, übernahmen die Klöster die Regie im Weinanbau. Mit neuen Methoden setzten sie Maßstäbe für die weitere Qualitätsentwicklung der deutschen Weine.
Heute werden in Deutschland Weine produziert, die so leicht und filigran sind wie nirgendwo sonst auf der Welt. Niedrig im Alkoholgehalt und ausgewogen in Aroma und Geschmack – Weine voller Charme und subtiler Nuancen. Andere Weinländer haben versucht, die deutschen Weine zu kopieren; sie haben dieselben Reben angepflanzt, besonders den Riesling. Aber so reizvoll und so elegant gedeihen unsere Sorten wohl nur unter den speziellen Gegebenheiten unserer Weinanbaugebiete. Und das hat seine Gründe.